Von Grund auf richtig gärtnern
Gartenboden, Erden und Substrate
Ein gesunder, fruchtbarer Boden ist die Grundvoraussetzung für gutes Pflanzenwachstum. Schon ein paar gezielte Maßnahmen kommen regem Bodenleben zugute. Auch die richtigen Erden und Substrate sind für schöne und gesunde Pflanzen wichtig. Wir stellen die wichtigsten Bodentypen vor, geben Tipps und zeigen, welche Substrate derzeit auf dem Markt sind und was sie können.
Ob der Gartenboden sandig, lehmig oder humos ist, merkt man schnell, wenn man ein bisschen davon in der Hand zerreibt (Foto: M. Schröder/Prod.: M. Schacht, K. Wiegert)
Idealer Boden bietet den Pflanzen eine gute Luft-, Wasser- und Nährstoffversorgung. Entscheidend ist u.a. die Struktur und Zusammensetzung. Grob unterscheidet man folgende Bodentypen:
Sandiger Boden hat kaum Zusammenhalt, humoser Boden ist krümelig und lässt sich zu Klumpen formen, Ton- oder Lehmboden gar zu seiner Art Wurst rollen. Die Bearbeitungseigenschaft ist ein weiteres Kriterium: Leichte Böden sind sandig-durchlässig, mittlere eher mäßig gut und schwere Böden – wie der Name schon sagt – nur sehr schwer zu bearbeiten. Zusätzlich teilt man Böden nach ihrem pH-Wert ein. Die wichtigsten Nährstoffe im Boden sind Stickstoff, Kalium, Phosphor und Kalzium.
Anhand von Bodentests und -analysen können auch weniger erfahrene Gärtner ihrem Gartenreich auf den Grund gehen – und durch einfache Maßnahmen wie Einarbeiten von Sand oder Kompost je nach Problemfall Abhilfe schaffen. Sand macht verdichteten Boden durchlässiger, gut ausgereifter Kompost versorgt ihn mit reichlich Nährstoffen und Humus und erhöht die Speicherkapazität.
Bei Rindenmulch ist zu bedenken, dass er viel Stickstoff bindet. Damit vor allem bei immergrünen Pflanzen kein Mangel entsteht, sollte Hornmehl ausgebracht werden. Zu frühes Mulchen im Frühjahr erstickt zarte Pflänzchen im Keim. Im Sommer dagegen bewahrt eine Mulchschicht den Boden vor starker Austrocknung. Unkräuter werden unterdrückt, wichtige Bodenorganismen haben ein schützendes Dach über dem Kopf. Denn reges Bodenleben ist die beste Grundvoraussetzung für einen schönen Garten.
Umgraben und Lockern gehört zu einer regelmäßigen Bodenkur. Dabei kann bei Bedarf Sand oder Kompost eingearbeitet werden (Foto: msg/M. Schröder)
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