Gartengestaltung: Naturstein
Treppen, Mauern und Plätze lassen sich aus Naturstein gestalten (Foto: Patrick Hahn)
Treppen, Mauern und Plätze lassen sich aus Naturstein gestalten (Foto: Patrick Hahn)

Gartengestaltung mit Naturstein

Einen Steingarten selbst anzulegen wird immer beliebter. Die Auswahl der Steine, die für ein solches Gartenprojekt in Frage kommen ist groß. Optisch besonders ansprechend präsentiert sich Naturstein. Als direktes Produkt aus der Natur hat er eine Lebendigkeit und Ausstrahlung, die anderen Stoffen häufig fehlt. Generell wird er in zwei Gruppen unterteilt – Hartgestein und Weichgestein.

Hartgesteine

Sie sind besonders resistent, aber auch schwieriger zu verarbeiten. Die in der Natur bereits in Schichten vorkommenden Gneise werden häufig als Gartenplatten verwendet. Die anderen Hartgesteine sind beliebte Straßenpflaster, die selbst nach Jahren kaum ihre Form verlieren. Granit und Porphyr werden häufig auch als Kantenstein, Blockstufe und Mauerstein verarbeitet.
Zu den Hartgesteinen zählen erdgeschichtlich gesehen Eruptionsgesteine und kristalline Schiefer:
  • Tiefengestein ist unter Druck erkaltet und zeigen sich deshalb grob kristallin und grobkörnig. Der bekannteste Vertreter ist Granit mit seinen gelben, rötlichen bis roten Färbungen und hellen bis dunklen Einsprengungen.

  • Ergussgestein kam durch vulkanische Vorgänge noch flüssig an die Erdoberfläche. Dort ist es erkaltet und zeigt sich feinkörnig wie beim blauschwarzen Basalt und Diabas und beim grünlichen, grauen oder rötlichen Melaphyr.

  • Ganggestein hingegen hat die Erdoberfläche nie ganz erreicht und erstarrte noch im Erdinneren. Die feinkristalline Grundmasse zeigt dabei immer wieder größere Kristalle auf wie beim rötlichen bis schwarzen Porphyr.

  • Kristalline Schiefer bestehen aus den soeben genannten Gesteinsarten, wurden aber unter Druck und Hitze nochmals umgeformt und brechen deshalb plattig und schiefrig wie der Gneis oder Quarzit.
  • Platten aus Hartgestein eignen sich gut für Gartenwege. (Foto: Katharina Wiegert)
    Platten aus Hartgestein eignen sich gut für Gartenwege. Große Platten werden mit größeren Abständen verlegt, kleinere Platten können dichter verlegt und verfugt werden. (Foto: Katharina Wiegert)

    Weichgesteine

    Bei der zweiten Gruppe – dem Weichgestein – spricht man von Sedimentgestein. Es ist durch Wind- oder Wasserablagerungen entstanden, schichtweise gewachsen und lässt sich daher leichter brechen und spalten als Hartgestein. Zu den Weichgesteinen zählen Sandsteine, Kalksteine und Schiefer.

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    Schlagworte zum Artikel: SchieferHartgesteinNatursteinWeichgesteinSandstein

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    Katrin1986 am Sep 12, 2016


    Ganz schöne Bilder, insbesondere das unten - genau meine Vorstellung eines perfekten Gartens! Ich bin seit kurzem stolze Besitzerin eines kleinen Gartens, musste aber etwa sparen und habe statt Naturstein Fliesen im  Naturstein-Look verlegt. Ich habe diese dunkelbraune Farbe, in der Dämmerung sieht es wie Erde aus, ganz warm und als wäre die Oberfläche weich. Macht meinen Garten doppelt so gemütlich.


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