Prächtige Blüten, schöner Wuchs
Wer seine Rosen regelmäßig und sorgfältig schneidet, kann sich über üppige Blüten freuen. Kletterrosen, die zu lang werden, kann man während der Blüte hochbinden, dann braucht man sie erst danach zu schneiden. (Foto: David Austin)
Rose schneiden
Die Rose ist der Traum eines jeden Gärtners. Üppig blühend und herrlich duftend ziert sie Beete, Hecken, Mauern und Zäune. Doch wie muss man die Rose schneiden, damit sie uns Jahr für Jahr erfreut? Wir erklären, wie und wann man die Rose schneiden sollte und worauf man dabei achten muss.
Lange dünne Triebe der Strauchrose werden auf etwa 50 Zentimeter abgeschnitten. So wächst die Rose kräftiger und blüht reicher. (Foto: Bodo Butz, Produktion: Martin Schröder)
Kaum einer kann sich der bezaubernden Schönheit der Rose entziehen. Damit sie stets viele Blüten hervorbringt, sollte man die Rose schneiden. Denn ihre Äste wachsen sonst immer länger und werden unten kahl. Zudem blüht die Rose schwächer, wenn sie zu viele Äste versorgen muss und hat somit weniger Kraft für das Ausbilden der Blüten, die wir so sehr lieben.
Die meisten Rosen werden im Frühjahr vor der Blüte stark zurück geschnitten. Dabei konzentriert man sich am besten auf eine handvoll junger Triebe, die dann je nach Art der Rose auf eine Länge von 10 bis etwa 50 Zentimeter gekürzt werden (siehe unten "Unterschiedliche Rosen schneiden"). Nach der Hauptblüte kann man viele Rosen ein weiteres Mal schneiden. Vor allem bei Sorten, die mehrmals blühen, bietet sich dieses Vorgehen an.
Vorgehen beim Rose schneiden
Beim zweiten Schnitt sollte man die Rose nicht so stark schneiden wie beim ersten.
Bei der einmal blühenden Rose reicht es aus, wenn diese nur ein wenig ausgedünnt wird. Zweige aus dem vergangenen Jahr müssen erhalten bleiben, da die neuen Triebe und Blüten direkt am Holz des vergangenen Jahres wachsen.
Bevor man sich ans Werk macht, sollte man unbedingt in feste Handschuhe schlüpfen. Beim Rosenschneiden können sonst schnell Verletzungen auftreten.
So gerüstet werden dann nach innen wachsende Äste, dünne Äste und tote braune Triebe der Rose entfernt. Die Äste sollten dabei direkt am Ursprung geschnitten werden, sodass kein Stumpf stehen bleibt.
Rosenhandschuhe aus festem Leder schützen beim Rose schneiden Hände und Unterarme. Erhältlich im
Wohnen & Garten-Shop.
(Foto: Wohnen & Garten-Shop)
Einen halben Zentimeter über dem "Auge" wird die Rose schräg (vom "Auge" weg) geschnitten. (Foto: Bodo Butz, Produktion: Martin Schröder)
Das "Auge" der Rose
Die verbliebenen Rosentriebe schneidet man nun auf 3-5 Augen zurück. Als “Auge” werden die Stellen an Rosen und anderen Pflanzen bezeichnet, aus denen die neuen Triebe herauswachsen.
(Tipp: Vor dem Ansetzen der Rosenschere sollte man prüfen, wohin das jeweilige Auge schaut: Weist das Auge nach innen, also zur Mitte der Rosenpflanze, wird daraus ein Ast wachsen, Augen, die nach außen gerichtet sind, bringen Blüten hervor.) Hat man sich ein geeignetes Auge ausgesucht, kann man zur scharfen Rosenschere greifen und einen halben Zentimeter darüber schräg einen sauberen Schnitt ausführen. Dabei sollte man die Äste der Rose nicht quetschen, da durch Verletzungen Krankheitserreger in die Pflanze eindringen und diese befallen können (z. B. Mehltau).
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