Eigentlich … Doch da sie wurzelnackte Rosen
bevorzugt und an denen bei der Pflanzung im
Herbst keine Blüte mehr zu sehen ist, stellte
sich bei der einen oder anderen Sorte bald heraus,
dass es nicht die war, die es sein sollte. Weil aber auch die rosafarbenen „Überraschungsgäste“
wie ‘Queen of Bourbons’ sehr
schön blühten, durften sie bleiben und der weiße
Garten begann recht schnell Farbe anzunehmen.
„Ich bin einfach nicht konsequent genug“,
meint die Gartenbesitzerin schmunzelnd.
Abgesehen davon gibt es aber auch viel zu viele
hübsche Pflanzen in anderen Tönen.
Manche ihrer Wunschkandidaten machten es
Mira Reinlein allerdings nicht ganz leicht. Madonnenlilien
(Lilium candidum) beispielsweise,
die sie wieder und wieder gepflanzt hat, wollten
hier partout nicht wachsen. In einem letzten
Versuch brachte die gebürtige Jugoslawin
einige Zwiebeln – samt einem Eimer Erde – aus
dem Garten ihres Vaters mit. Und siehe da, die
bosnische „Importware“ hat es geschafft. Die
Samen für die in Deutschland kaum bekannten
„Bullenherz-“ oder auch „Ochsenherz-Tomaten“,
die im hessischen Gemüsegarten jedes
Jahr ihr Bestes geben, bekommt Mira Reinlein
ebenfalls von dort. Jetzt fehlen ihr nur noch die
heiß ersehnten Clematis …
Text: Silke Sallermann
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