Zarte Grüße aus dem Garten
Echte Schnee-Christrose (Foto: Drew Avery auf flickr.com)
Dunkles Laub und strahlend weiße Blüten: Die Echte-Schnee-Christrose begeistert von Dezember bis April (Foto: Drew Avery auf flickr.com)


Robuste Schönheit – Die Lenzrose (Helleborus)


Die eleganten Blüten der Lenzrose oder Christrose (Helleborus) setzen farbliche Akzente im winterlichen Garten. Ohne große Ansprüche zu stellen, erfreut uns die frühblühende Staude mit strahlendem Weiß, zartem Rosa und tiefem Purpur. In dekorativen Arrangements schmückt sie auch das Haus.
Trotz Kälte, Schnee und Eis erfreut uns die Christrose (Helleborus niger) von November bis März mit ihren ebenso eleganten wie einfachen Blüten. Als erstes zeigen sich ‘HGC Jakob’ und ‘Praecox’ im Spätherbst, dann folgen ‘Double Fashion’ und ab Februar die zahlreichen Helleborus-Orientalis-Hybriden, etwa die gesprenkelte ‘White Spotted Lady’, ‘The Sultan’ oder ‘Barbara’. Für die ab Februar blühenden Sorten hat sich der Begriff „Lenzrosen“ eingebürgert. Im schattigen Unterholz von Bäumen und Sträuchern umgibt sich die winterblühende Schönheit gern mit Leberblümchen, Märzenbechern und Schneeglöckchen.

Helleborus x orientalis ‘Bollene’ (Foto: GMH/Christiane Bach
Aufmerksamkeit erregt die zweifarbige Helleborus x orientalis ‘Bollene’ mit ihren roten Tupfen (Foto: GMH/Christiane Bach)

Geringe Ansprüche

Die beste Pflanzzeit für Helleborus ist der Oktober. Gemeinsam mit den frühblühenden Zwiebelblumen wird die noch unscheinbare Staude in die Erde gesetzt – bei Kübelpflanzung sollten Sie auf einen ausreichend hohen Topf achten, da Christrosen Tiefwurzler sind. Empfindlich reagieren Helleborus auf Staunässe – verbessern Sie schwere Böden deshalb mit Kies und Sand. Am besten siedeln Sie die Staude in Gruppen von drei bis fünf Pflanzen im Garten an. Unsere Empfehlung: In der Staudengärtnerei aus Samen gezogene Christrosen kaufen. Sie wachsen oft besser, bereiten genauso viel Freude – und sind leichter erhältlich. Hat sich die Christrose (Helleborus niger) erst einmal im Garten eingelebt, verbreitet sie sich bald durch Selbstaussaat und bringt immer neue Farbspiele hervor. Wenn man sie weder umpflanzt noch teilt und einfach in Ruhe lässt, können die Stauden am richtigen Standort einige Jahrzehnte alt werden.

Die genügsame Christrose braucht nicht viel Pflege und verzichtet lieber auf Düngung und zusätzliche Wassergaben (Foto: istock/oomb)
Die genügsame Christrose braucht nicht viel Pflege und verzichtet lieber auf Düngung und zusätzliche Wassergaben (Foto: istock/oomb)

Deko-Ideen für drinnen

Christrosen, besonders die im März blühenden Lenzrosen, sind keine idealen Vasenblumen. Um es den Schönen drinnen trotzdem so angenehm wie möglich zu machen, hält man die Stiele kurz und schneidet sie wie bei den Alpenveilchen am Ende über Kreuz ein. Kleiner Tipp: Die großen Blütenschalen wirken fast wie Seerosen, legt man sie stengellos in eine Schale mit flachem Wasser.
Arrangements mit Christrosen oder Lenzrosen dürfen deren zurückhaltendes Wesen widerspiegeln: Umgeben Sie sie etwa mit einem Nest aus Weinranken oder stecken Sie sie in ein Bett aus biegsamen Birkenzweigen. Je nach Charakter und Farbe lassen sich Christrosen effektvoll mit anderen Blumen und filigranem Beiwerk kombinieren. Zartes erstes Grün beispielsweise von Spiräen, Schneeball oder Scheinhasel unterstreicht den Charme der einfachen Blüten.
Text: Ellen Fischer / Eva Bolta

Christrosen in der Wasserschale (Foto: istock/erperlstrom)
Egal ob draußen oder drinnen: Christrosen spielen gern und formvollendet "Seerosen" (Foto: istock/erperlstrom)
Schlagworte zum Artikel: LenzroseGartenWinterblühende staudeSchneeroseChristroseHelleborus

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