Unbedingt probieren!
Kräuterspirale (Foto: Kientzler)
Traditionelle Kräuterspirale mit Thymian, Salbei, Lavendel, Basilikum, Schnittlauch und vielen anderen Kräutern (Foto: Kientzler)


Neue Kräutersorten


Immer beliebter werden seltene Kräuter, die dem Essen neue Aromen verleihen, heilsame Inhaltsstoffe besitzen oder einfach nur als duftende Raritäten den Küchengarten schmücken. Wir stellen Ihnen sechs besonders empfehlenswerte Schönheiten vor.

Sushni (Marsilea minuta)

Die Blätter des Nervenheilkrauts Sushni sehen aus wie vierblättrige Kleeblätter – vielleicht bringen sie auch Ihnen Glück! Tatsächlich wurde dem Heilkraut in klinischen Studien eine antidepressive, stimmungsaufhellende und cholesterinsenkende Wirkung zugesprochen. In der indischen Volksmedizin (Ayurveda) wird „Sushni“ als Mittel gegen Schlaflosigkeit und psychische Störungen eingesetzt. Die frischen Blätter können zu einer Paste vermahlen und wie Chutney gegessen werden oder man bereitet die zarten Blätter als Salat oder Gemüse zu. Sie schmecken angenehm nussig-mild!

Kleefarn (Foto: istock)
Kleefarn oder Sushni (Marsilea minuta) ist ein Nervenheilkraut (Foto: istock)

Teppichpoleiminze (Mentha pulegium ‘Nanum’)

Mit ihren apart herabhängenden Zweigen schmückt die Teppichpoleiminze Amphoren, Vasen und Pflanzgefäße mit ornamentaler Schönheit und umgibt Sitzplätze mit einem feinen Minzduft. Genauso eignet sie die polsterförmig wachsende Pflanze für die Anlage eines Duftrasens: Zusammen mit Rasenkamillen und Thymian entfaltet sich ein wunderbares Duft-Potpourri: Beim Betreten des Duftrasens oder beim Rasenmähen umschwebt einen das Minzaroma dann ganz besonders intensiv!

Teppichpoleiminze (Foto: Susanna Komischke)
Mit der Teppichpoleiminze lässt sich ein Duftrasen anlegen (Foto: Susanna Komischke)

Langer Koriander (Eryngium foetidum)

Laut Experten zeigt dieser Blattkoriander den stärksten und besten Geschmack. Zudem ist Langer Koriander die einzige Koriander-Art, die sich zum Trocknen eignet, denn die Blätter behalten dabei immer noch viel von ihrem starken Aroma. Die getrockneten Blätter können wie die vom Lorbeer einfach mitgekocht werden und verleihen Gerichten eine ganz besondere Geschmacksnote.
Pflege: Schneiden Sie Blütenstängel an der Pflanze frühzeitig ab, so verzweigt sie sich gut und bildet viele aromatischen Blätter aus.
Standort: Der lange Koriander liebt warme Plätze und nährstoffreiche, feuchte Erde.

Langer Koriander (Foto: istock)
Der Lange Koriander ist die Sorte mit dem stärksten und besten Geschmack (Foto: istock)

Agretti, Salzkraut (Salsola soda)

Dieses neue knackige Gemüse wird in Restaurants als Feinschmeckergemüse oder knackiger Salat serviert. Gut möglich, dass wir das köstliche Kraut – wie einst auch Rucola – bald schon in den Theken der Supermärkte und auf Wochenmärkten finden. Bis dahin bleibt Agretti aber der Geheimtipp aus Bella Italia! Kultivierung: Nach etwa 60 Tagen kann die Pflanze geerntet werden, wartet man zu lange, verliert sie an Zartheit. Zeitig geerntet zeigt die Meeresküstenpflanze knackige, saftige Stängel, die im jungem Zustand auch roh und später wie Spargel verzehrt werden können. Das leicht herbe Aroma kommt gut zur Geltung, wenn das Kraut in der Pfanne einfach nur mit etwas Olivenöl und Knoblauch angedünstet wird. Auch lecker: Tarte mit Agretti.
Agretti enthält viel Kalzium, Eisen und Vitamin-A. Pflanzzeit ist in Deutschland im zeitigen Frühjahr. Nach einer ersten Ernte wächst die Pflanze wieder gut nach, vorausgesetzt sie steht in gutem Boden, und es ist feucht genug.

Agretti (Foto: istock)
Agretti heißt der neue Geheimtipp aus Italien, die bald als Feinschmeckergemüse und Salat auf den Tisch kommt (Foto: istock)

Thymian 'Precompa' (Thymus vulgaris 'Precompa')

Diese ausgefallene Sorte ist auch als Weihrauchthymian bekannt, was bereits auf sein besonderes Geruchsaroma hinweist: Thymian 'Precompa' duftet zwar nach Thymian, es mischen sich aber noch andere sehr interessante und exotisch anmutende Noten in das bekannte Duftpotpourri. Das kräftige, harzig-fruchtige Aroma der kleinen Blättchen passt zu deftigen Speisen, zu Fleisch und Soßen, in kleinen Mengen auch an Salate. Weihrauchthymian zeigt einen halb aufrechten, halb kriechenden und sehr kompakten Wuchs und liebt sonnige, warme Plätze.

Kräuter im Topf (Foto: Blumenbüro Holland)
Wo wenig Platz ist, bekommen Kräuter im Hängeregal "ein luftiges Plätzchen" und sind dann auf Augenhöhe leicht zu ernten (Foto: Blumenbüro Holland)

Persisches Basilikum (Ocimum basilicum)

Diese orientalische Sorte mit reichhaltigem Aroma gehört in der persischen und türkischen Küche zu den Standart-Gewürzen. Persischer Basilikum überzeugt Feinschmecker durch sein spannendes Geschmacksaroma, eine interessante Melange aus Citrusaromen und einer pfeffrigen Anisnote. Persischer Basilikum eignet sich für viele Gerichte, probieren Sie es aus! Die Pflanze wächst schnell und entwickelt aparte rosarote Blüten, wenn man sie nicht ständig zurückschneidet und erntet. Das einjährige Kraut liebt sonnige und relativ trockene Standorte.
Persisches Basilikum (Foto: Bui Thuy Dao Nguyen)
Das Persische Basilkum überzeugt durch Citrusaromen und eine pfeffrige Anisnote (Foto: Bui Thuy Dao Nguyen)
Die vorgestellten Kräuter finden Sie im 1300 Sorten umfassenden Sortiment von:
Rühlemann’s Kräuter und Duftpflanzen
Auf dem Berg 2
27367 Horstedt
Telefon 0 42 88/92 85 58
www.ruehlemanns.de

Text: Kathrin Foerst

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