Mirabellen mit Puderzucker, dazu Waffeln mit Sahne und Mirabellen-Kompott. (Foto: Susanne Grüters)
Mirabellen – süß, frisch und fruchtig
Im August und September ist in Deutschland Erntezeit für köstliche Mirabellen.
Mirabellen, eine Unterart der Pflaumenn werden im Spätsommer reif und verlocken zum Naschen, Backen und Marmelade kochen.
Wir haben Wissenswertes, Tricks und Rezepte rund um die Mirabellen für Sie zusammengetragen.
Lassen Sie sich inspirieren. Guten Appetit!
Wissenswertes zur Herkunft der Mirabellen:
Der Name der Mirabellen kommt aus dem Italienischen und bedeutet die „bewundernswerte Schöne“.
Mirabellen gehören zur Familie der Rosengewächse und sind eine Unterart der
Pflaume.
Allerdings sind Mirabellen nicht so weit verbreitet wie die Pflaumen, da sie deutlich wärmebedürftiger sind und daher nicht überall gedeihen.
Ursprünglich stammen die Mirabellen aus Asien. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde der Mirabellen-Anbau in Frankreich zum ersten Mal erwähnt.
Die bekannteste und schmackhafteste Mirabellen-Sorte ist die „Mirabelle de Nancy".
Neben den Mirabellen gibt es auch weitere Unterarten der Pflaumen. Zu ihnen gehören die Zwetschgen, die Renekloden und die Marillen, besser bekannt als Aprikosen (nicht zu
verwechseln mit der Mirabelle).
Das größte Anbaugebiet für Mirabellen sind das Elsass und Lothringen in Frankreich. Aus diesem Grund erhielten die Mirabellen dort den Spitznamen „La Reine de Lorraine“ (Die Königin Lothringens).
In Frankreich ist Mirabella ein weiblicher Vorname.
Ernte und Lagerung:
Soll der Mirabellen-Baum im eigenen Garten besonders viele Früchte tragen, pflanzt man am besten einen zweiten Mirabellen-Baum als "Befruchter" daneben. Mirabellen stehen gern geschützt.
Mirabellen lassen sich zwar nicht besonders gut lagern, entsteint können sie jedoch problemlos eingefroren werden. Dazu
vorher kurz einzeln frosten, damit sie nicht im Klumpen zusammenfrieren.
Erhitzt man die Mirabellen kurz in heißem Wasser, platzt die Schale auf und lässt sich leicht lösen. So kann man die Frucht
samt Stein durch ein Sieb streichen und die Mirabellen einkochen.
Regionale Spezialitäten:
Traditionell wird aus Mirabellen köstlicher Mirabellenschnaps gebrannt. Außerdem kann man aus den goldenen Früchten
auch Likör herstellen. Mischt man den schmackhaften Mirabellenlikör mit einem trockenen Moselsekt, erhält man einen
spritzigen „Kir Lorraine“ (Aperitif).
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