Unterwegs: Firmenporträts
Ladengeschäft „Lebensart”
„Lebensart”–Wohnaccessoires aus Worpswede
Auch eine große Künstlerseele wie Paula
Modersohn-Becker musste ab und zu
ihr Atelier verlassen und sich ganz den irdischen
Dingen wie dem Einkauf von Mehl oder Kohlen
widmen. Vermutlich ging sie dazu auch in den
alten Kolonialwarenladen im Ortszentrum von
Worpswede, der heute an der belebten Bergstraße
Nummer 26 liegt. Sehr wahrscheinlich
ahnte sie damals allerdings nicht, dass dort
viele Jahre später ein Geschäft mit dem Namen
„Lebensart“ eröffnet werden würde, ein Ort, an
dem es statt Grundnahrungsmittel eine riesige
Auswahl schöner Wohnaccessoires gibt. „Schon
immer habe ich mich fürs Einrichten interessiert.
Bei einem Urlaub auf Mallorca entdeckte ich
dann einen so besonderen Laden, dass ich beschloss,
selbst ein Geschäft zu eröffnen“, erzählt
Annegret Franco.
Vor knapp zehn Jahren fand sie bei einem Spaziergang
durch Worpswede die richtigen Räume
für ihre Pläne. Bevor sie jedoch zum ersten Mal
hinter der Kasse ihrer Ladentheke stand, fuhr
sie ein halbes Jahr lang zu verschiedenen Wohnmessen
in Frankfurt, Hamburg und Paris, um
die Angebote zu prüfen und zu vergleichen. Auch
jetzt – wo der Laden längst eröffnet ist und von
vielen Kunden besucht wird – ist sie oft unterwegs
auf der Suche nach neuen Produkten: „Das
Weihnachtssortiment
habe ich im Juli schon
bestellt, sonst sind die besten Dinge später vergriffen.“
Jede Woche treffen neue Lieferungen
ein und so ist sie stets mit Umdekorieren und
Umstapeln von Kissen, Decken und Lampen beschäftigt
– auch am Sonntag, denn Worpswede
ist ein Erholungsort und die Läden dürfen dort
jeden Tag geöffnet sein.
Von überallher kommen die Kunden des
„Lebensart“ – aus Spanien, Holland oder Italien.
Freilich werden sie nicht nur von dem hübschen
Geschäft, sondern auch von den Ausstellungen
über die alten und neuen ansässigen Künstler
angezogen. Mit vielen Cafés und Galerien ist
hier genau der richtige Platz für Annegret Francos
„Wohlfühlladen“, wie sie ihn nennt: „Mit 18
Jahren wollte ich natürlich – wie viele Jugendliche
– erst mal meinen Geburtsort Worpswede verlassen.
Jetzt, wieder zurück, bin ich aber sehr glücklich
und habe keine Sekunde bereut, meinen eigenen
Laden eröffnet zu haben.“
Schön präsentiert: Möbel und Accessoires
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