Unterwegs: Firmenporträts
Bürsten Ernst in Regensburg
Im Regensburger Laden „Bürsten Ernst“ wird auf Tradition und Handwerk gesetzt. Das Interieur sieht aus wie zu Urgroßvaters Zeiten und es riecht nach Rosshaar, denn hier entstehen in liebevoller Handarbeit vielerlei Bürsten und Besen.
Nagel- und Waschbürsten (Foto: Bürsten-Ernst)
Historische Aufnahme des Ladens
(Foto: Bürsten Ernst)
Familienunternehmen mit Tradition
Verwinkelte Straßen mit Pflastersteinen bestimmen den mittelalterlichen Stadtkern Regensburgs. Einer dieser Wege, die Glockengasse, führt zum „Bürsten Ernst“: Ein Laden, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. „Die Einrichtung wurde vor ungefähr 100 Jahren von meinem Urgroßvater angeschafft“, sagt Caroline Jäger. Mit ihr als Chefin führt mittlerweile die vierte Generation der Familie Ernst das Bürstenfachgeschäft, das im Jahr 1894 seinen Anfang nahm.
Handarbeit bei Bürsten Ernst
(Foto: Bürsten Ernst)
Bürsten, Besen und Pinsel
„Wir verkaufen mittlerweile alles, was mit Pflege und Reinigung zu tun hat: Bürsten, Besen, Pinsel, Fußmatten, Putzmittel und Reiniger“, erklärt Caroline Jäger. Bis zur Ladendecke liegen in den Holzregalen hohe Stapel rustikaler, kurioser und eleganter Haushaltshelfer. Längliche Ziegenhaar-Bürsten gegen den Staub, antike Haarkämme mit goldenem Rücken oder kleine Rosshaarbürsten für die Schuhe. Wie seit Firmengründung entstehen bis heute ein Großteil der Produkte von Hand.
Feine Haarbürsten (Foto: Bürsten Ernst)
Natürliche Materialien
So ruhen in den Lagerräumen im Keller unzählige Bürstenkörper aus Eichenholz, die von Caroline Jäger, ihrer Mutter Waltraud und gelegentlich auch von Töchterchen Sophie mit einer Mischung aus Honig und Leinöl eingerieben und mit Pflanzenfasern oder Naturborsten in Besen verwandelt werden. Dass ihre Produkte aus natürlichen Materialen lange halten, davon ist Caroline Jäger überzeugt: „Manche ältere Kundinnen verwenden Besen von uns aus ihrer Aussteuer noch jetzt.“
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