Whisky richtig genießen
Laphroig 10 Years Single Malt (Foto: Laphroaig)
"Man muss dem Leben immer um mindestens einen Whisky voraus sein", sagte Humphrey Bogart. Seinem Credo schließen sich Liebhaber des Whisky gerne an (Foto: Laphroaig)

Von der Kunst, Whisky zu genießen

Scotch oder Malt, Bourbon und Grain – Whisky oder Whiskey, wie er in Irland und den USA überwiegend geschrieben wird, erfreut sich größerer Popularität denn je. Wir sprachen mit Walter Schobert, Whisky-Fachmann und Herausgeber von „WhiskyWatch“, über das "Wasser des Lebens".
Historisch gesehen handelt es sich beim Single Malt um die älteste Whiskyart. Für den Grain Whisky kann jedes beliebige Getreide verwendet werden, beispielsweise Gerste und Hafer in Europa, Roggen in Kanada oder Mais in den USA. Der Bourbon Whisky, der zu 51 Prozent aus Mais besteht, ist der am weitesten verbreitete Whiskeytyp der USA. Liegt der Maisanteil bei mehr als 80 Prozent, spricht man von Corn Whiskey.
Und welche sind die populärsten Sorten?

Kommerziell gesehen ist der Blended Whisky mit 95 Prozent Umsatz am Weltmarkt der meistver- kaufte Whisky. Der Malt mit lediglich fünf Pro- zent ist dagegen eine ganz eigene Liga. Geschmack und Genuss stehen hier im Vordergrund.

Welche Destillationsverfahren werden zur Herstellung der verschiedenen Whiskys angewandt?

Es gibt nur zwei Destillationsverfahren. Da wäre zum einen das klassische Verfahren, das bedeutet das mehrmalige, partienweise Destillieren in so genannten Pot Stills. Seit 1826 gibt es auch die moderne, kontinuierliche Destillation in den Patent Stills. Mit ihr kann viel kostengünstiger gearbeitet und in weit größeren Mengen produziert werden.
Whisky im Glas (Foto: Laphroaig/Fusari/Karova)
Nach dem ersten unverdünnten Schluck helfen wenige Tropfen stilles, bestenfalls schottisches Wasser, die Geschmacksnuancen besser zu ergründen (Foto: Laphroaig/Fusari/Karova)
Lassen Sie uns ein wenig über den Malt sprechen. Welche Geschmacksrichtungen gibt es beim Malt?

Das lässt sich nicht auf einen Nenner bringen. Es gibt so viele Geschmacksrichtungen, wie es Malt Whiskys gibt. Jeder Malt Whisky ist ein Individualist.

Hat der Geschmack mit der Herkunft zu tun?

Das ist eine schwierige Frage. Die Kunst ist es, die lokale Identität beziehungsweise Herkunft des Malt Whiskys zu wahren. Der Verlust der Identifikation ist absolut nicht wünschenswert. Was ich damit meine, kann man am Beispiel der Erdbeere erklären, die es heute nicht mehr nur saisonal und lokal, sondern das ganze Jahr von überall her zu kaufen gibt und deren Geschmack dadurch fragwürdig wird.

Schlagworte zum Artikel: GetränkSchottlandSingle maltInterviewWhisky

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